Fault Tolerance & Recovery

Systemresilienz im Fokus: Maximale Verfügbarkeit und Datenintegrität durch proaktive Fehlertoleranz-Strategien.

Kontinuität in der Exascale-Ära


In hochkomplexen HPC-Infrastrukturen des Jahres 2026 ist ein fehlerfreier Betrieb über lange Zeiträume statistisch unwahrscheinlich. Fault Tolerance & Recovery transformiert das Systemdesign von einer reaktiven Fehlerbehebung hin zu einer inhärenten Resilienz. Durch die Kombination aus Backup-Strategien, Lastverteilung und automatisierten Wiederherstellungsprozessen stellen wir sicher, dass Rechenaufträge selbst bei Hardware-Teilausfällen fortgeführt werden können und die wertvolle Forschungsdatenintegrität gewahrt bleibt.

Säulen der Ausfallsicherheit

Data Integrity
Backup-Strategien

Implementierung hierarchischer Speicher-Snapshots und Off-Site-Replikation für parallele Dateisysteme zur Minimierung von RPO (Recovery Point Objective).

High Availability
Load Balancing

Dynamische Umverteilung der Rechenlast auf gesunde Knoten bei Erkennung degradierter Hardware-Komponenten zur Vermeidung von System-Stalls.

Continuity
Checkpoint/Restart

Automatisierte Sicherung des Anwendungsstatus in definierten Intervallen, um Simulationen nach einem Ausfall an der letzten stabilen Stelle fortzusetzen.

Fehlertoleranz-Mechanismen

Für einen unterbrechungsfreien Betrieb setzen wir auf bewährte Technologien:

  • N+M Redundanz: Vorhaltung von Spare-Nodes im Cluster, die bei einem Hardwaredefekt sofort die Identität des ausgefallenen Knotens übernehmen.
  • Graceful Degradation: Strategisches Abschalten nicht-kritischer Dienste zur Aufrechterhaltung der Hauptberechnung bei Ressourcenengpässen.
  • Self-Healing Fabrics: Adaptive Routing-Protokolle, die fehlerhafte Netzwerk-Links in Millisekunden isolieren und umgehen.

Recovery & Resilienz-Matrix

Fehlerszenario Toleranz-Mechanismus Wiederherstellungs-Ziel
Totalausfall Rechenknoten Automatisches Re-Scheduling via Slurm Job-Neustart vom letzten Checkpoint in < 5 Min.
Storage-Target Fehler Erasure Coding / RAID-Rebuild Transparente Datenverfügbarkeit ohne Performance-Einbruch.
Netzwerk-Link Failure Multi-Pathing & Adaptive Routing Unterbrechungsfreie MPI-Kommunikation via Alternativpfad.
Datenkorruption (Bit-Flip) End-to-End Data Protection (T10-DIF) Erkennung und Korrektur vor der dauerhaften Speicherung.

System-Resilienz optimieren?

Wir analysieren Ihre Architektur auf Single-Points-of-Failure und implementieren lückenlose Recovery-Strategien für Ihren HPC-Betrieb.

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