Storage Architectures

Das Fundament der Datenintegrität: Analyse von verteilten Dateisystemen und Objektspeichern für Exascale-Workloads.

Optimale Datenhaltung für High-Performance Computing


Im Jahr 2026 ist Speicher nicht mehr gleich Speicher. Die Anforderungen moderner HPC-Cluster variieren extrem: Während physikalische Simulationen eine ultra-niedrige Latenz und massiv parallelen I/O-Durchsatz fordern, benötigen KI-Trainings-Datensätze eine nahezu unendliche Skalierbarkeit und flexible Metadaten. Ein tiefes Verständnis von Storage Architectures ist unerlässlich, um die richtige Balance zwischen Performance, Kosten und Verwaltbarkeit zu finden.

Zentrale Speicher-Paradigmen

High Performance

Distributed File Systems

Technologien wie Lustre oder BeeGFS verteilen Datenblöcke über eine Vielzahl von Storage-Servern. Durch die POSIX-Kompatibilität und parallele I/O-Pfade eignen sie sich ideal für Scratch-Bereiche und aktive Simulations-Workloads.

Scalability

Object Storage

Systeme wie Ceph oder S3-basierte Clouds verzichten auf eine starre Hierarchie. Daten werden als Objekte mit eindeutigen IDs und umfangreichen Metadaten gespeichert, was eine grenzenlose Skalierbarkeit für Archive und KI-Seen ermöglicht.

Strategien für optimales Datenmanagement

Ein modernes Datenmanagement-Konzept kombiniert beide Architekturen in einem hybriden Modell (Tiering):

  • Hot Tier (Burst Buffer): Flash-basierte verteilte Dateisysteme für maximale Geschwindigkeit während des Rechenlaufs.
  • Warm Tier (Project Storage): Standardisierte parallele Speicher für laufende Analysen und Team-Kollaboration.
  • Cold Tier (Archive): Kostengünstiger Objektspeicher für die Langzeitarchivierung und Backup-Szenarien.
Vorteil des hybriden Ansatzes

Durch die Trennung von Performance- und Kapazitäts-Schichten lassen sich die Betriebskosten (TCO) drastisch senken, ohne die Simulationsgeschwindigkeit zu beeinträchtigen.

Technologie-Vergleich

Merkmal Distributed File System Object Storage
Zugriffsprotokoll POSIX (Mount) REST API (S3 / HTTP)
Struktur Hierarchisch (Verzeichnisse) Flach (Buckets/Keys)
Parallele Performance Extrem hoch (Striping) Moderat (Latency-gebunden)
Metadaten Limitiert (MDS-Flaschenhals) Umfangreich & Anpassbar
Primärer Use-Case Checkpointing & Simulation Archiv & KI-Datensätze

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